Sexwörter-ABC

Methodenbeschreibung

Katharina Debus, Stand November 2025

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Weitere Methodenbeschreibungen finden Sie unter: https://katharina-debus.de/material/paedagogik#methodenbeschreibungen-handreichungen-materialsammlungen

Themen & Ziele

  • Eis brechen zum Sprechen über Sexualität – Sprechfähigkeit über Sexualität stärken
  • Einstieg ins Thema Sexualität als partizipative Grundlage für Entscheidungen über Vertiefungen, Anregungen für die anonyme Fragenkiste etc.
  • Eindruck vom Wissens- und Reflexionsstand und Bedarfen einer Gruppe erhalten
  • spielerisch Wissen und Reflexionen vermitteln bzw. austauschen
  • in der Multiplikator*innen-Bildung: spielerisch erklären üben und über inhaltliche Vermittlungsbedarfe ins Gespräch kommen

Die Methode ist auch auf andere Themen anpassbar, siehe Abschnitte Zielgruppen und Varianten.

Zielgruppen

  • nur Zielgruppen, die schreiben können – sie müssen nicht korrekt schreiben können, aber dann muss besonders drauf geachtet werden, falsche Schreibweisen nicht zu beschämen
  • mit Fokus auf Sexualität:
    • Jugendliche mit Interesse an Sexualität
    • Erwachsene
    • Multiplikator*innen
  • Adaptionen mit anderem Fokus sind auch für jüngere Altersgruppen möglich, z.B. geschlechtliche und sexuelle Vielfalt; Liebe, Partnerschaft und Familie; Vielfalt und Diskriminierung etc.

Anwendung & Grenzen

Gruppengröße

  • ideal wie für alle Methoden, die dialogisch funktionieren: ca. 8 bis 16 Personen
  • Schulklassengröße: In so einer großen Gruppe werden manche Menschen merklich schüchterner und es ist schwieriger, alle zu Wort kommen zu lassen, aber eine Durchführung ist trotzdem möglich.
  • Große Uni-Seminare, Konferenzen etc.: Auch das ist möglich, wenn wir uns vom Anliegen verabschieden, dass alle sich einbringen können, es wird dann deutlich frontaler. Und braucht eine Visualisierungsmethode, die für alle gut lesbar ist (z.B. per Beamer).
  • 4 bis 7 Personen: Auch in einer kleinen Gruppe ist die Methode möglich, erfordert aber die Bereitschaft mehrerer Menschen, sich viel einzubringen. In (bzgl. des Themas) schüchternen Gruppen unter 8 Personen würde ich sie nicht durchführen.

Gruppenzusammensetzung

  • Besonders schön ist die Methode in Gruppen mit gutem Vertrauensverhältnis.
  • Wenn es eine starke Tendenz zu Beschämung gibt, z.B. gegenüber Menschen, die viel über Sex wissen, oder gegenüber Menschen, die Fehler machen, würde ich gut abwägen, ob ich die Methode trotzdem in der Gruppe durchführen, die Gruppe in vertrauensvollere Gruppenteile teilen oder lieber etwas anderes machen würde.
  • Wenn in einer Gruppe Wissensbestände und Grenzen stark in Spannung stehen, also manche Teilnehmenden viel Wissen und Klärungsbedarf zu Sex-Praktiken haben und andere möglichst wenige Details über Sex hören wollen (siehe zur Abfrage Methode Stop & Go), würde ich abwägen, ob ich die Gruppe teile, eine andere Methode durchführe oder sie mit der Kopfhörer-Methode flankiere. Das ist besonders relevant in Gruppen an der Schwelle zwischen Kindheit und Jugend, aber auch in Gruppen mit Menschen in der Erholungsphase nach sexuellen Traumatisierungen etc.

Zeitpunkt/Einbettung

  • wenn möglich vorher, falls die Gruppe nicht schon sehr gut bekannt ist: Stop & Go zur Einschätzung, ob die Methode für die Gruppe geeignet ist, und um Grenzen berücksichtigen zu können
  • wenn möglich vorher Gelegenheiten zum Vertrauensaufbau
  • bei Bedarf vorher: Anmoderation Kopfhörer-Methode
  • Sex-Wörter-ABC dann als Einstieg ins Thema Sexualität oder ggf. als zweite oder dritte Methode relativ zu Beginn des Prozesses
  • danach je nach Zeit und Bedarf z.B.:
    • thematisch strukturiertere Vertiefungsmethoden bzw. -inputs
    • Recherche-Aufträge zu unbeantwortet gebliebenen Fragen (wir müssen auch nicht immer alles wissen)
  • alternative Verwendung: später im Prozess, um Wissen wieder aufzurufen und durch wiederholende Erklärungen unter Beteiligung der Adressat*innen zu festigen sowie offen gebliebene Themen zumindest kurz anzureißen, ggf. auch als Entscheidungsgrundlage für weitere Vertiefungen

Rahmenbedingungen

Zeit

  • ideal: 45 – 90 Minuten
  • bei längerer Konzentrationsspanne und wenn viele Themen über diese Methode bearbeitet werden sollen (also wenn z.B. nicht viele weitere Methoden angedacht sind, sondern diese Methode die zentrale Vermittlungsmethode ist): ggf. auch bis zu 2h, evtl. mit Pause zwischendurch
  • Minimum zum kürzer anspielen: 30 Minuten (das sollte dann auch entsprechend anmoderiert werden)

Material

  • angeschriebenes Alphabet mit Platz neben den Buchstaben und Möglichkeit, mehrere Worte neben jeden Buchstaben zu schreiben
    • in Präsenz: z.B. auf Whiteboard, Tafel, Flipchart, Pinnwand mit Papier, an der Wand aufgebrachtes Papier, beschreibbares Dokument über Beamer projiziert etc.
    • online: Whiteboard, Dokument oder Folie mit Alphabet beschriftet freigeben, technische Möglichkeit, dort im Prozess Eintragungen zu machen (z.B. bei Zoom: Freigeben eines Word- bzw. libre-office-Dokuments oder über vorher beschriftetes Whiteboard oder über eine Powerpoint-Folie im Präsentationsmodus, die dann über kommentieren [englisch: annotate] beschriftet wird)
  • Alphabet für die Teilnehmenden zum Ausfüllen:
    • Präsenz oder falls Ausdrucke für online zur Verfügung gestellt werden können: Arbeitsblatt mit Alphabet und Arbeitsauftrag (s. Beispiele im Anhang)
    • Online: Word- oder libre-office-Dokument allen zugänglich machen (keine PDF-Dokumente, da diese nur mühsam beschreibbar sind), alternativ Ausdrucke zukommen lassen
  • auf dem Arbeitsblatt und auf dem öffentlich angeschriebenen Alphabet sollten die Buchstaben gekringelt werden, die für die Gruppe erwartungsgemäß schwierig sein werden, je nach Aufgabenstellung z.B.:
    • in den meisten Gruppen und Themen auf Deutsch: J, W
    • Q, wenn queer als Begriff entweder nicht sehr offensichtlich in die Aufgabenstellung passt oder nicht als bekannt vorausgesetzt werden kann
    • Z, außer wenn Zygote sehr offensichtlich ins Thema passt und gerade vor kurzem besprochen wurde
    • X und Y, wenn entweder X- und Y-Chromosomen nicht sehr offensichtlich ins Thema passen oder nicht als leicht abrufbares Wissen vorausgesetzt werden können
    • Desto weniger schwierige Buchstaben gekringelt sind, desto länger dauert die Brainstorming-Phase, bei Zeitknappheit also lieber mehr als weniger Buchstaben kringeln. Außerdem gibt es ein höheres Frustrationspotenzial, wenn bestimmte nicht gekringelte Buchstaben nur für Menschen mit viel Zugang zu bestimmten Wissensbeständen ausgefüllt werden können.
  • Stift für jede Person
  • geeignetes Mittel zum für alle gut sichtbaren Anschreiben (Stift, Kreide, Kommentarfunktion etc.) für Leitung

Aufbau, Anleitung, Vorgehen

1. Einführung

Eine mögliche Einführung in die Methode in der Arbeit mit ‚Endabnehmer*innen‘ (also nicht Multiplikator*innen):

„Wir wollen uns ja heute/in der nächsten Zeit mit Sexualität beschäftigen. Jetzt fangen wir mit einem Spiel an. Dabei geht es erstmal um Brainstorming. Also es geht darum, erstmal einfach alles zu sammeln, was Euch in den Kopf kommt, ohne direkt zu sortieren, ob das gute oder schlechte Begriffe sind etc. Wir gehen erstmal in die Breite.

Ich teile Euch gleich ein ABC aus. Ich bitte Euch, darauf zu jedem Buchstaben einen Begriff zu notieren, der Euch zu Liebe, Sexualität und Fortpflanzung einfällt (ggf. an den gewählten Themenschwerpunkt anpassen). Alle Begriffe sind erlaubt, auch wenn sie problematisch sind. Und alle Sprachen sind erlaubt, Ihr müsst nur bereit sein, den Begriff dann auf Deutsch zu übersetzen, ggf. auch mit Hilfe von anderen hier.

Es gibt zwei Möglichkeiten zu gewinnen:

Zum einen gewinnt die Person, die als erstes alle Buchstaben ausgefüllt hat außer die mit einem Kreis drum, die dürft Ihr auslassen. Bitte sagt Bescheid, wenn Ihr fertig seid.

Es kann noch eine zweite Person gewinnen: Wenn die erste Person fertig ist, zählen alle ihre Buchstaben. Dabei gibt es einen Punkt für Buchstaben ohne Kreis und drei Punkte für Buchstaben mit Kreis. Die Person mit den meisten Punkten gewinnt auch. (Ggf. an andere Zählweise anpassen, siehe Varianten.)

Danach füllen wir zusammen das große ABC hier aus und sprechen über manche der Worte, die Euch eingefallen sind. Vielleicht schaffen wir es zeitlich nicht, das gesamte ABC zusammen zu füllen und zu besprechen, da müssen wir mal schauen. Aber wir sprechen auf jeden Fall über verschiedene Worte und Dinge, die mit Sex, Liebe und Fortpflanzung zu tun haben. Dabei könnt Ihr auch sehr gerne Fragen stellen.

Ich teile jetzt die Arbeitsblätter aus. Ihr dürft aber erst anfangen, wenn ich Bescheid sage. Legt Euch schon mal einen Stift bereit, während das Arbeitsblatt rumgeht.“

Ergänzend für Multiplikator*innen:

„Wir nutzen die Methode einerseits so, wie ich sie auch mit Jugendlichen oder erwachsenen Nicht-Fachkräften verwenden würde, um inhaltlich ins Thema einzusteigen und ins Sprechen zu kommen. Mit Euch hat sie aber auch die Funktion, schon mal auszuprobieren, wie Ihr bestimmte Begriffe einfach erklären könntet. Ich werde also immer mal auch fragen: „Wie würdet Ihr das Euren Zielgruppen erklären?“ oder „Was sollten Eure Zielgruppen zu diesem Thema wissen?“ und dann überlegen wir zusammen, was wichtig oder hilfreich sein könnte und Ihr könnt mit Erklärungsversuchen experimentieren und ich ergänze meine Gedanken und Erfahrungen.“

2. Eigenarbeit mit dem ABC – Brainstorming

Die Leitung gibt einen klaren Startpunkt. Dann füllen alle ihr ABC auf dem Arbeitsblatt aus. Diese Phase endet, wenn die erste Person fertig ist. Alternativ kann die Leitung auch eine Höchstzeit vorgeben (siehe Varianten).

3. ggf. Punkte auszählen

Falls mit einer zweiten gewinnenden Person wie oben beschrieben gearbeitet wird, werden dann die Punkte ausgezählt und die zweite gewinnende Person ermittelt.

4. Auswertung

Je nach Einschätzung der Gruppe und der gewinnenden Personen kann es eine Belohnung für die Gewinner*innen sein, immer zuerst ihren Begriff nennen zu dürfen, und zu würdigen, was sie alles einbringt. Falls das für diese als zu exponierend/beschämend eingeschätzt wird, sollte darauf verzichtet werden. Es kann ihnen auch zur Wahl gestellt werden.

Bei wahrscheinlich ausreichender Zeit für das ganze Alphabet, fängt die Leitung bei A an und arbeitet sich bis Z vor. Wenn sie schon weiß, dass die Zeit nicht reichen wird, kann sie das auch sagen und einen anderen zufälligen Beginn im Alphabet wählen oder die gewinnenden Personen sich Buchstaben aussuchen lassen.

Die Leitung liest immer den jeweiligen Buchstaben vor und fragt, welche Begriffe die Teilnehmenden dazu haben. Die Leitung wiederholt die genannten Begriffe, auch bei potenziell problematischen oder oft als vulgär empfundenen Begriffen, und schreibt sie an. Das ist wichtig, um die Teilnehmenden, die die Begriffe eingebracht haben, von Scham zu entlasten, und um Sprechfähigkeit vorzuleben. Bei viel Gelächter darüber, dass die Leitung die entsprechenden Begriffe ausspricht, kann auch über Sprachbarrieren gesprochen werden und warum sprechen können, wichtig für Sexualität sein könnte.

Dabei beharrt die Leitung nicht zu sehr auf korrekten Schreibweisen. Bei Kontrast zwischen der historisch korrekten und der heute oft üblichen Version (z.B. Votze/Fotze) kann sie ggf. den Begriff an zwei Stellen schreiben. Wenn die Leitung unsicher über eine Schreibweise ist, kann sie das nutzen, Unsicherheit zu entschämen und die Adressat*innen fragen, wie sie das schreiben würden, und sagen, dass es normal ist, nicht alle Begriffe zu kennen oder schreiben zu können. Es geht hier um Sprechfähigkeit und einen inhaltlichen Einstieg, nicht um korrekte Schriftsprache.

Jeder Begriff sollte so weit geklärt werden, dass alle wissen, was damit gemeint ist. Dafür reichen die hochsprachlich üblichen lateinischen Begriffe manchmal nicht aus.

Beispiel Analsex: Wenn Analsex geklärt werden soll, dann sind die Begriffe After oder Anus oft genauso wenig verständlich. Erklärt werden kann der Begriff zum Beispiel damit, dass das Sex ist, bei dem das Po-Loch stimuliert wird, z.B. von außen, oder indem etwas eingeführt wird.

Bei manchen Begriffen kann bzw. sollte die Leitung einhaken und in ein etwas ausführlicheres Gespräch gehen, bei dem sie im Gespräch und/oder durch eigenen Impulse Punkte herausarbeitet, die ihr pädagogisch wichtig erscheinen. Oft bewegt sich das in der Spannbreite von Sachwissen, Sicherheitsfragen, Anerkennung und ggf. Besprechung von Lust und ggf. dafür hilfreicher Technik/Methodik im Zusammenhang mit dem jeweiligen Begriff, und Themen rund um die Förderung von Konsens/ Einvernehmlichkeit, Erkennen und Anerkennung von Grenzen, Entlastung von Druck und Förderung der Kommunikationsfähigkeit.

Wenn diese Methode eine der zentralen Wissensvermittlungsmethoden der Einheit ist, sollte hier mehr Zeit eingeplant und ggf. z.B. auch ergänzend auf Modelle bzw. anderes visuelles Material zurückgegriffen werden, als wenn sie nur ein erster Einstieg ist und es später Zeit für thematische Vertiefungen gibt.

Fortsetzung Beispiel Analsex: Bei Analsex arbeite ich mit Gruppen, bei denen potenziell Analsex als eigene Praxis im Raum steht, u.a. die folgenden Punkte heraus (dabei passe ich die Detailtiefe meiner Vermutung oder dem abgefragten Wissen über Bedarfe und Grenzen an und erinnere ggf. an das Kopfhörer-Angebot, s. Fußnote 3):

  • Geschmäcker sind verschieden: Manchen Leuten gefällt das sehr gut, u.a. weil in der Rosette viele Nerven-Enden zusammenlaufen und weil bei Menschen mit Penis über den Anus auch die Prostata stimuliert werden kann. Andere mögen es nicht. Beides ist völlig in Ordnung. Niemand sollte etwas tun, was sie*er nicht will. Sprecht miteinander und respektiert es, wenn wer was nicht will, ohne Druck zu machen. Sex soll allen Beteiligten gefallen, sonst ist es Gewalt. Aber auch wenn Ihr etwas nicht mögt, solltet Ihr Euch nicht drüber lustig machen, wenn es wem anders gefällt.
    Bei Nachfragen nach Schmerz (das spreche ich meist nicht ohne Nachfrage an): Manche mögen es ganz langsam, sodass nichts weh tut. Manche mögen, wenn es ein bisschen weh tut. Das sollte man aber nur machen, wenn das alle wirklich gut finden. Wenn es schnell und heftig wird, kann Haut einreißen und danach für Ärger sorgen, da sollte man vorsichtig sein.
  • Damit es nicht zu weh tut und nichts kaputt geht, brauchen die allermeisten Menschen dabei Gleitgel.
    Falls nicht wo anders eingeplant: Überleitung zu einem Gespräch über Gleitgel (bekommt man in der Drogerie, Kompatibilität mit Kondomen, Wofür kann das noch gut sein außer für Analsex? – Thema Gleitgel und Vaginalsex).
    Und die meisten Menschen brauchen einen langsamen Anfang mit langsamer Steigerung, z.B. erst einen Finger oder ein ganz dünnes Spielzeug. Manche wollen nicht mehr als das, andere steigern manchmal gerne zu etwas Größerem wie mehr Fingern, einem größeren Spielzeug oder einem Penis.
  • Worauf muss man achten, wenn man Gegenstände einführt? Anal-Toys brauchen einen Sockel, der deutlich breiter ist als die dickste einzuführende Stelle, damit sie nicht reinrutschen. Auch bei im Geschäft gekauften Butt Plugs muss man darauf achten, weil die billigen manchmal nicht gut konstruiert sind. Anders als vaginal können auch große Gegenstände in den Po und dann den Darm reinrutschen, die man dann nur ärztlich wieder rausbekommt. Außerdem sollte nichts eingeführt werden, was Unterdruck erzeugen kann, wie eine offene Flasche oder so. Toys sollten keine scharfen Kanten haben.
  • Safer Sex:
    • STIs können hervorragend anal übertragen werden, weil dabei häufig kleine Wunden entstehen. Auch Hände oder Toys können STIs übertragen. Wenn Toys an mehreren Menschen verwendet werden, immer mit Kondom oder wirklich guter Desinfektion dazwischen (z.B. auskochen).
    • Eine Befruchtung zur Schwangerschaft ist anal nicht möglich, aber wenn Samenflüssigkeit rausfließt, kann die auch in die Scheide fließen und dann schwanger machen.
    • Gespräch über Kondome (falls nicht wann anders) und Materialkunde bzgl. Kompatibilität von Kondomen und Gleitgel.
    • Ein Wechsel von Analsex zu Vaginalsex kann Infektionen in der Scheide auslösen. Wenn Wechsel hin und her geplant sind, Handschuhe (Gespräch über Handschuhe und dass die auch in der Drogerie erhältlich sind; ggf. zusammenfassend mit Kondomen über Latex-Allergie und Alternativen sprechen) bzw. Kondome verwenden und vor dem Wechsel zur Vagina austauschen. Vor jedem Wechsel zur Vagina ein neues Kondom verwenden. Toys entweder mit Kondom verwenden und beim Wechsel zur Vagina wechseln oder getrennte Toys für anal und vaginal.
  • Manche Gruppen wollen darüber hinaus über vorherige Reinigung mit Analduschen sprechen. Das greife ich bei Bedarf auf, setze es aber nicht meinerseits.
  • Ebenso greife ich rimming/anal lecken in der Regel nur auf, wenn es aus der Gruppe kommt, weil mir der Bedarf nicht ganz so weit verbreitet scheint und es gleichzeitig stärker Ekelgrenzen berührt. Wenn es eingebracht wird, erwähne ich bzgl. Sicherheit, dass es möglich ist, ohne Lecktuch/aufgeschnittenes Kondom dabei Darmbakterien in den Magen zu bekommen, was ggf. zu Magenschleimhautentzündungen führen kann (aber nicht muss). Ansonsten spreche ich darüber wie oben auch im Spannungsfeld zwischen Lust, risikobewussten Entscheidungen und Akzeptanz von Grenzen ohne Druck.

Ich habe je nach Zielgruppe und im Vorlauf geäußerten Bedarfen, Wünschen und Grenzen oder ggf. auch Vorgesprächen mit Lehrkräften, Teamleitungen etc. meist ein paar Themen, über die ich auf jeden Fall sprechen will, und bin ansonsten flexibel und offen für Themen aus der Gruppe.

Wenn bei der Besprechung eines Begriffs weitere wichtige Begriffe fallen (im obigen Beispiel je nach Verlauf z.B. Gleitgel, Kondom, Handschuhe, Butt Plug, Analdusche, Rimming etc.), notiert die Leitung diese ebenfalls beim entsprechenden Buchstaben.

Multiplikator*innen-Variante

In der Multiplikator*innen-Variante fragt die Leitung nach der inhaltlichen Klärung des Begriffs nach Möglichkeiten der Erklärung (sprachlich und bzgl. inhaltlich relevanter Themen und Botschaften) mit den Zielgruppen und animiert dazu, Erklärungen auszuprobieren und sich gegenseitig zu ergänzen. Die Leitung gibt ggf. eigene Erklärungsbeispiele und systematisiert bei den Auswertungen, welche Themen zu beachten sind.

Mit vielen Multiplikator*innen-Gruppen ist es hilfreich, an der Fähigkeit zu arbeiten, bestimmte Begriffe auszusprechen oder einvernehmliche Praktiken nicht durch Stimmton und Mimik doch anrüchig zu machen. Mit besonders diskriminierungssensiblen Gruppen, deren Fokus auf Abbau von Druck, patriarchalen Normen etc. liegt, ist es oft wichtig, darauf hinzuweisen, vor lauter Dekonstruktion nicht das eigentliche Anliegen hinter manchen Fragen (z.B.: Wie geht das denn technisch?) oder vor lauter Druck-Entlastung nicht auch mögliche Wünsche und Genuss-Aspekte zu vernachlässigen.

Varianten

Zeitbegrenzung

Bei knapper Zeit oder wenn die Adressat*innen sehr lange zum Ausfüllen des ABCs brauchen, kann bei der Anmoderation oder später nachgereicht ein Zeitlimit gesetzt werden, z.B. 5 Minuten. Wenn bis zum Ablauf der Zeit niemand fertig geworden ist, richtet sich das Gewinnen nach dem danach ausgezählten Punktwert.

Alternative Auswertung und Zählung in kleinen Gruppen

In kleinen Gruppen von je nach Gesprächigkeit der Gruppe 6 bis 10 Personen und bei ausreichender Zeit (mindestens 1h), mache ich die Punktevergabe anders (so habe ich die Methode ursprünglich gelernt):

  • für Begriffe, die mehrere Personen haben: 1 Punkt
  • für Begriffe, die maximal zwei Personen haben: 2 Punkte
  • für Begriffe, die nur eine Person hat: 3 Punkte

Diese Zählweise kann dazu ermutigen, auch seltenere Begriffe aufzuschreiben und einzubringen. Sie setzt voraus, dass bei jedem Buchstaben alle Begriffe im Plenum zusammengetragen werden, um herauszufinden, welcher Begriff welchen Punktwert ergibt. Das erfordert Zeit, aber ermutigt andererseits alle Teilnehmenden, Begriffe auszusprechen und sich für die Punkte einzubringen. Die Teilnehmenden notieren die Punkte bei jedem Buchstaben auf ihrem Zettel und werten am Ende aus. Das hält auch Spannung und Konzentrationsfähigkeit aufrecht.

Wenn nicht genug Vertrauen in der Gruppe ist oder das Aussprechen ihrer Begriffe für manche Adressat*innen Schamgrenzen überschreitet, sollte die oben beschriebene weiterentwickelte Variante gewählt werden. Ebenso wie bereits genannt bei großen Gruppen oder zu wenig Zeit. In der hier beschriebenen Variante muss das Alphabet voll gemacht werden, damit die Punkte ausgezählt werden können, das dauert. Hier ist es besonders wichtig, dass die Leitung inhaltlich Akzente setzt bzw. jeweils Bedarfe klärt und nicht jeden Begriff ausgiebig auswertet.

Andere Themenzuschnitte

Die Methode kann auch zu verschiedenen anderen Themenzuschnitten als Einstiegsmethode, Eisbrecher, zum Überblick über Wissen und Bedarfe in der Gruppe und zur Einübung von Sprech- und Erklärungsfähigkeit genutzt werden.

Ich habe sie mit verschiedenen Zielgruppen schon erfolgreich zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und ggf. Familien-Vielfalt durchgeführt.

Mit jüngeren Gruppen, mit denen nicht so explizit über sexuelle Praktiken gesprochen werden soll, finde ich einen Zuschnitt auf Liebe, Körper, Familie, Kinderkriegen, Nähe etc. vorstellbar. Hier sollte aber abgewogen werden, ob auch ein solcher Zuschnitt dazu führen würde, dass manche Adressat*innen Begriffe von z.B. größeren Geschwistern oder Medien einbringen, deren Klärung andere überfordern würde. Bei dieser Methode haben wir weniger Kontrolle über die Themen-Auswahl als bei anderen Methoden, das sollte mit abgewogen werden.

Explizite Ausklammerung bestimmter Themen

In solchen Fällen können die entsprechenden Themen in der Aufgabenstellung auch explizit ausgeklammert werden (z.B. anzukündigen, dass wir in dieser Methode nicht über Sexpraktiken sprechen werden, idealerweise mit einer Ankündigung, wann es dazu bei Bedarf Möglichkeit für Fragen gibt).

Auch in anderen Gruppenkonstellationen habe ich schon Themen ausgeklammert, die ich in der Methode nicht mitbehandeln wollte, z.B.:

  • sexualisierte Gewalt: Wenn das entweder in der vorherigen Grenzabfrage genannt wurde und/oder ich dazu eine extra Einheit eingeplant habe. Ich finde wichtig, dass es in der Sexualpädagogik an irgendeiner Stelle Raum für das Thema gibt, aber es gibt methodische Zuschnitte, bei denen Belastungsgrenzen besser berücksichtigt werden können.
  • biologische Themen rund um Fortpflanzung und ggf. biologische Funktionsweisen und Symptome von STIs: Wenn das sowieso im Bio-Unterricht bearbeitet wird. (Ggf. klammere ich die nicht aus dem Brainstorming aus, aber bespreche sie nicht vertieft, sondern weise auf den Unterricht hin und nehme ggf. Fragen für die Lehrkraft mit.)
  • Themen rund um Geschlechtsidentitäten, Körper und sexuelle bzw. romantische Orientierungen: Wenn ich mit Teams der queeren Bildung, die sich mit den genannten Themen bereits sehr gut auskennen und/oder dazu separate Qualifizierungen haben, beauftragt bin, zu Sexualität zu arbeiten (z.B. zur Vorbereitung auf ihren Umgang mit sexuellen Fragen), gebe ich einen klaren Fokus auf Sexualität und ggf. Fortpflanzung, Verhütung, STIs etc. vor.1

Wenn Themen ausgeklammert werden, sollte darauf geachtet werden, dies nicht in wertender Weise zu tun, sondern eine Begründung z.B. bzgl. des Themenschwerpunkts oder späterer Einheiten etc. zu geben. Eindrücke von Themen-Tabuisierungen haben oft problematische Effekte.

Kommentare, Erfahrungen & Risiken

Spielerischer Zugang

Die Methode ermöglicht durch den Spielzuschnitt, mit mehr Leichtigkeit ins Thema einzusteigen. Worte zu sammeln als Teil des Spiels schafft eine gewisse Distanz zu den Worten (ich schreibe sie auf und spreche sie aus, weil das Teil des Spiels ist, ggf. weil ich gewinnen will, das ist keine persönliche Aussage über mich). Das kann eine gute Brücke zum Überwinden von Sprachhemmungen anbieten.

Als Leitung ist es unsere Aufgabe, dann genannte Worte mit problematischen Seiten bzw. Beleidigungen etc. aufzufangen, ohne die Adressat*innen zu beschämen, die sie im Rahmen des Spiels besprechbar gemacht haben (siehe unten). Bei Bedarf kann es sinnvoll sein, darüber zu sprechen, welche Worte unter welchen Bedingungen wie hilfreich oder problematisch sein können.

Lachen, Kichern und Lautstärke versus Schweigen

Teil des spielerischen Zugangs ist es, eine gute Menge Lachen, Kichern und Lautstärke bzgl. Hintergrundgesprächen zuzulassen. Einerseits ist das Gespräch über Sexualität für viele Menschen (auch für erfahrene Multiplikator*innen!) sehr ungewohnt, in einer größeren Gruppe erst recht. Eine spielerische und, wo thematisch nicht völlig unangemessen (Stichwort Gewalt), auch teils alberne Atmosphäre kann von Spannungen entlasten. Und sie kann zur Intimitätsregulation beitragen, indem sich das gleiche Thema mit Humor und Hintergrundmurmeln möglicherweise nicht so nah anfühlt, wie wenn es in ganz ruhiger, ernster Atmosphäre besprochen wird. Neben der eingangs genannten Kopfhörer-Methode können auch Nebengespräche oder Blättern in Materialien für Teilnehmende eine Möglichkeit darstellen, in Passagen nicht zuzuhören, die ihnen zu viel sind. Die Leitung sollte daher nicht zu scharf regulierend eingreifen, sondern einen gewissen erhöhten Geräuschpegel zulassen.

Dabei hat sie die Aufgabe, dennoch bestimmte Grenzen zu halten, u.a. keine Beschämung von Teilnehmenden zuzulassen und bei diskriminierenden Veralberungen und Abwertungen oder auch gewalt-legitimierenden Aussagen Grenzen zu setzen. Idealerweise sollte das schon bei Beginn der sexualpädagogischen Einheit angekündigt werden, sodass entsprechende Grenzziehungen an dieser Stelle nicht überraschend kommen. Und die Leitung muss dafür sorgen, dass Albernheit und Nebengespräche nicht so weit ausufern, dass die gemeinsame Arbeit verunmöglicht wird bzw. dann wieder Überleitungen in einer arbeitsfähigere Atmosphäre bewerkstelligen.

V.a. in Multiplikator*innen-Gruppen habe ich auch öfter das Gegenteil erlebt: An sich sehr gesprächige Gruppen werden plötzlich sehr schweigsam. Nachdem ich die ersten Male dachte, die Methode würde sie evtl. langweilen, weil sie vieles schon wissen, habe ich durch Rückfragen und Gespräche verstanden, dass Erwachsene, die den Selbstanspruch haben, schon viel zu wissen und sprachfähig zu sein, oft auch mit Still-Werden reagieren, wenn sie auf Themen stoßen, bei denen sie Wissenslücken haben oder sich mangels Übung weniger sprechfähig fühlen.

Hier kann es seitens der Leitung helfen, einerseits selbst Leichtigkeit und Humor einzubringen und den Spielcharakter stärker in den Vordergrund zu stellen und/oder andererseits ggf. nach Unsicherheiten zu fragen und zu spiegeln, dass es vielen Multiplikator*innen so geht, und zu Sprech-Experimenten zu ermutigen. Oft wird das leichter, wenn bereits zuvor das Thema Umgang mit Unsicherheit z.B. anhand von Paul Mecherils Begriff der Kompetenzlosigkeitskompetenz angesprochen und normalisiert wurde und den Adressat*innen Gelegenheiten zum Vertrauensaufbau gegeben wurden.2

Zur eigenen Entlastung der Leitung kann es hilfreich sein, sich die Funktionen von Schweigen bzw. Albernheit und Ablenkung vor Augen zu führen, sie als produktiv und legitimen Umgang mit intimen Themen anzuerkennen, sie weder als eigenes Scheitern noch als Fehlverhalten der Adressat*innen zu deuten und ggf. das Gespräch darüber zu suchen.

Sprechfähigkeit stärken

Da die Methode u.a. das Ziel hat, die Sprechfähigkeit über Sexualität zu stärken und von kommunikations-verhindernder Scham zu entlasten, ist es kontraproduktiv, wenn wir als Leitung Adressat*innen explizit oder implizit bewerten, wenn sie bestimmte Begriffe einbringen, oder wenn wir zulassen, dass die Teilnehmenden sich untereinander für Begriffe, Interesse oder Informationen abwerten.

Selbstverständlich können wir dennoch bestimmte Begriffe kritisch reflektieren. Wir sollten aber dabei darauf achten, die einbringende Person nicht zu beschämen, z.B. indem wir sagen: „Danke für den Begriff, ich hatte gesagt, dass bei dieser Übung auch problematische Begriffe herzlich willkommen sind, dann können wir nämlich über sie sprechen. Jetzt würde ich gerne zusammen drauf schauen, welche Gedanken Ihr zu dem Begriff habt. Was könnte daran problematisch sein? Gibt es auch etwas Gutes an dem Begriff oder sollte der nach Eurer Meinung lieber vermieden werden?“. Dabei sollten wir auch unsere eigenen Abwägungen einbringen und über respektvollen Umgang miteinander und je nach Begriff auch über Diskriminierung oder Gewalt sprechen.

Abwägungen bzgl. Sprechfähigkeit und Sprachkritik

Bzgl. des Umgangs mit Begriff mit patriarchalem oder sexualfeindlichem Hintergrund wie z.B. Schambehaarung, Schamlippen (Problematik: Verbindung zu sich schämen; im Übrigen bedeutet auch Vulva auf Deutsch Scham) oder Scheide/Vagina (Problematik: Schwertscheide/Messerscheide, also ein Behältnis für einen Penis; Vagina und Scheide bedeuten das Gleiche auf Deutsch und Latein) finde ich wichtig, in der kritischen Sprachreflexion nicht über das Ziel hinaus zu schießen.

Mein wichtigstes sexualpädagogisches Anliegen an dieser Stelle ist, die Sprechfähigkeit über den eigenen Körper, Wünsche, Grenzen, Erlebnisse, erwünschte und unerwünschte Interaktionen etc. zu fördern. Dafür finde ich es besser, wenn die Teilnehmenden für ihre eigenen Körper, Erlebnisse etc. irgendwelche Worte haben, als wenn sie jedes ihnen verfügbare Wort kritisch hinterfragen und dann noch schwieriger sprechen können als vorher.

Zum Sprechen über die Körper anderer Menschen hingegen finde ich es sinnvoll, zu sensibilisieren und darauf hinzuweisen, dass wir für intime Kommunikation am besten darüber sprechen, welche Worte wir jeweils mögen oder nicht mögen. Wenn wir verallgemeinert über die Körper anderer Menschen sprechen, schlage ich vor, möglichst weithin als neutral oder respektvoll verstandene Begriffe zu verwenden und sammele, welche das sein könnten.

Wir sollten daher aus meiner Sicht schon für Problematiken in Begriffen sensibilisieren und einen Zugang zu verschiedenen sprachlichen Optionen ermöglichen, Adressat*innen dabei aber nicht vor allem verunsichern oder ihnen abverlangen, sich v.a. in Fremdworten auszudrücken bzw. in Worten, die ihnen persönlich fremd sind.

Ein Sprachbeispiel zu meinem Umgang, wenn z.B. die Begriffe ‚Schamhaare‘ oder ‚Schamlippen‘ Thema sind:

„Was denkt Ihr zu diesem Begriff? Mögt Ihr ihn oder nicht? (Je nachdem, was kommt, ggf. weiter:) Manche Menschen mögen den Begriff nicht, weil da ‚sich schämen‘ drin steckt. Also der kommt aus einer Zeit, in der z.B. in der Religion hier gesagt wurde, dass Sexualität problematisch ist und dass Menschen sich für alles, was mit Lust an Sexualität zu tun hat, schämen sollen. Manche sagen deshalb z.B. lieber Intim-Behaarung oder Vulva-Lippen. (Ich unterschlage an dieser Stelle z.B. mit Jugendlichen oft, dass Vulva auch nur das lateinische Wort für Scham ist, weil es da zumindest die alltagssprachliche Konnotation nicht gibt. Mit sehr sprachkritischen Gruppen, die glauben, die lateinischen Begriffe seien unproblematischer und deswegen anderen Menschen die Verwendung von Fremdworten abverlangen, kläre ich darüber auf.)

Andererseits ist es wichtig, überhaupt Worte zu haben, die wir einfach benutzen können. Und dann ist es am wichtigsten, dass wir Worte für unseren Körper haben, die wir gut oder zumindest irgendwie okay finden, auch wenn die vielleicht eine ärgerliche Geschichte haben. Wenn Ihr Euch mit diesen Wörtern wohler fühlt als mit anderen Wörtern, könnt Ihr die gerne für Euren Körper verwenden.

Wenn wir mit anderen Menschen über deren Körper sprechen, sollten wir am besten fragen, welche Wörter die mögen oder in Ordnung finden, und dann schauen, welche wir zusammen verwenden wollen.

Viele Menschen müssen erst üben, über ihren eigenen Körper und mit einem anderen Menschen über dessen Körper oder über Sex und Erotik zu sprechen. Ich musste das auch üben. Das ist völlig okay und manchmal ist es am Anfang ein bisschen unsicher, aber mit der Übung wird es leichter.“

Quelle

In ursprünglicher Variante habe ich die Methode in der mittlerweile geschlossenen Heimvolkshochschule Alte Molkerei Frille kennengelernt, angepasst auf Gruppen von etwa 6 bis 10 jugendlichen Mädchen. In den vergangenen Jahrzehnten habe ich sie auf andere Gruppengrößen und andere Zielgruppen angepasst.

Anhang

Beispielhafte Alphabete mit Arbeitsaufträgen aus meiner Arbeit mit verschiedenen Zielgruppen (Jugendliche und Fachkräfte) in PDF- und selbst anpassbaren Word-Dateien:

Sex-Wörter-ABC – X und Y mit Kreis (pdf)

Sex-Wörter-ABC – X und Y mit Kreis (Word)

Sex-Wörter-ABC x y ohne Kreis (pdf)

Sex-Wörter-ABC x y ohne Kreis (Word)

ABC geschlechtliche und sexuelle Vielfalt ohne Sexpraktiken – X Y Q ohne Kreis (pdf)

ABC geschlechtliche und sexuelle Vielfalt ohne Sexpraktiken – X Y Q ohne Kreis (Word)

ABC geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – X Y Q ohne Kreis (pdf)

ABC geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – X Y Q ohne Kreis (Word)

ABC geschlechtliche und sexuelle Vielfalt mit Angriffen – X Y Q ohne Kreis (pdf)

ABC geschlechtliche und sexuelle Vielfalt mit Angriffen – X Y Q ohne Kreis (Word)


  1. Hier schaue ich dann auch mit den Multiplikator*innen, wie viel Detailliertheit in ihren Antworten an ihre Teilnehmenden ihrem Auftrag und Rahmen angemessen ist. Ich bereite Multiplikator*innen immer entsprechend ihres Auftrags vor, da sich die Beantwortung mancher Fragen danach unterscheidet, ob Externe für Sexualpädagogik oder für einen eher antidiskriminierungsorientierten Schwerpunkt auf queere Lebensweisen angefragt sind. Hier sprechen wir auch über Balance-Akte im Umgang mit Überlappungen der Themen oder zwischen Aufträgen und Interessen sowie Bedarfen der Adressat*innen. ↩︎
  2. Vertiefend dazu (nicht nur relevant für die Arbeit zu Diskriminierung, sondern auch für Sexualpädagogik): Debus, Katharina/Saadi, Iven (2024): Gestaltung von Ankommens-Situationen in Bildungs-Angeboten zu Diskriminierung, Ungleichheit oder polarisierten Themen. Sowie dieselben: Wünsche an die Arbeitsweise. Auch: didaktischer Impuls zu guten Lern- und Auseinandersetzungsbedingungen zu Diskriminierung. Berlin: BildungsBausteine & Dissens – Institut für Bildung und Forschung. https://www.bildungsbausteine.org/projekte/zusammen-denken-zusammen-handeln/fachtexte ↩︎