Grafiken

Die Grafiken dürfen mit klarem Verweis auf mich und diese Website sehr gerne für Bildungsarbeit verwendet werden, die sich kritisch gegen Diskriminierung und gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse sowie für Gleichberechtigung, Teilhabe und Emanzipation einsetzt. Bei inhaltlichen Abwandlungen bzw. Weiterentwicklung sollten Veränderungen transparent gemacht werden.

Sie dürfen für entsprechende Anliegen auch gerne verlinkt werden. Weiterveröffentlichungen über Verlinkungen hinaus erfordern meine explizite Einwilligung. Schreibt/schreiben Sie mich gerne dafür an.

Mit der Zeit werden an dieser Stelle weitere Grafiken aus meiner Arbeit hinzukommen. Ich stelle sie in der Regel anlassbezogen online.

Geschlechtliche, amouröse und sexuelle Vielfalt & Heterosexuelle Matrix (responsive Grafiken)

Die im Folgenden verlinkten Materialien werden online gepflegt und sind für die Print-Ausgabe des Browsers optimiert. Sie sind voll responsiv und mobil ebenso nutzbar wie auf dem Desktop (grafische und technische Umsetzung: Annika Brinkmann von absichtbar.de). Teilweise sind sie jedoch erst bei größeren Bildschirmgrößen oder im Ausdruck auf A4 übersichtlich.

Gerne können Sie die Grafiken mit entsprechenden Quellenverweisen für die eigene pädagogische Arbeit nutzen und verlinken. Veröffentlichungen bitte nur in Absprache mit mir.

Grafiken zu Diskriminierung

Die folgenden Grafiken verwende ich oft, wenn ich zu Diskriminierung arbeite. Die dazugehörigen Inhalte werden u.a. besprochen in:

Debus, Katharina (2025): Diskriminierung. In: Klemm, Sarah/Wittenzellner, Ulla (Hrsg.):
Geschlechterreflektierte Pädagogik gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus.
Berlin: Dissens – Institut für Bildung und Forschung. S. 8–11. https://schnig.dissens.de/handreichung

Online-Vortrag mit etwas älteren Varianten der Grafiken: Debus, Katharina (2020):
Gestaltung von Lernprozessen zu Diskriminierung in der offenen Jugendarbeit.
Vortrag im Rahmen der Tagung Platz für Vielfalt?! Differenzlinien in der Offenen Jugendarbeit der Berner Fachhochschule am 20.11.2020. https://www.youtube.com/watch?v=Q4a7R3e0eI8

Zahnrad-Grafik: Ebenen von Diskriminierung

Ergänzend zum oben verlinkten Text (das ist mir dort aus Kürzungsgründen weggerutscht zu erwähnen):

Die oberen drei Elemente (die bei strukturell, kulturell und institutionell genannten Themen) sind alle der strukturellen Ebene zuzuordnen. Ich differenziere sie aus didaktischen/analytischen Gründen, weil sie jeweils auch Eigendynamiken haben und kulturelle und institutionelle Aspekte oft aus dem Blick geraten, wenn wir von Strukturen sprechen. Wenn ich die Grafik erläutere, weise ich in der Regel darauf hin, dass die oberen drei Elemente Aspekte struktureller Diskriminierung beschreiben.

(Und im Unterschied zu einem häufigen soziologischen Verständnis meine ich mit Institutionen hier Organisationen. Andere Dinge, die soziologisch mit Institutionen gemeint sind, z.B. die Institution der Ehe, würde ich hier in der Mitte auf der strukturellen Ebene einordnen. Ich nutze die Grafik in der Regel in der Arbeit mit Menschen, die in Institutionen/Organisationen arbeiten und/oder lernen, und es geht mir darum, die Diskriminierungslogiken und -dynamiken, die sich dort auch ohne bösen Willen ergeben, gezielt in den Blick zu nehmen.)

Über der Grafik steht: Ebenen von Diskriminierung. Darunter sind vier ineinandergreifende Zahnräder in unterschiedlichen Farben angeordnet: blaues Zahnrad oben: strukturell gelbes Zahnrad links: kulturell pinkes Zahnrad rechts: institutionell grünes Zahnrad unten: interpersonell In der Mitte unter den Zahnrädern liegt eine lila Scheibe, die von den Zahnrädern bewegt wird, aber auch die Bewegung der Zahnräder beeinflussen kann, mit dem Text: individuell. Den verschiedenen Elementen sind jeweils ergänzende Kästen in den gleichen Farben zugeordnet: Rechts oben in Blau: strukturell: u.a. Ressourcen, Teilhabe & Repräsentation, rechtliche & ökonomische Benachteiligung, Städtebau, Nachwirkungen früheren strukturellen Unrechts Links oben in Gelb: kulturell: z.B. Medien, Literatur, Religion, Sprache, Bilder über Menschengruppen, Normalitätsannahmen etc. Mitte rechts in Pink: institutionell: z.B. Regeln, Normen, Logiken, (Arbeits-)Bedingungen, (Lehr-)Material, Formulare, Architektur etc. in Bildung, Medizin, Firmen, Behörden etc. Unten rechts in Grün: interpersonell: z.B. körperliche, sexualisierte, psychische Gewalt, Einschränkung von Selbstbestimmung, Mikroaggressionen, Othering etc. Unten links in Lila: individuell: z.B. Bilder, Einstellungen, Deutungen, Umgangsweisen, Selbstverhältnis, Gefühle gegenüber Anderen, Selbstwirksamkeitserwartungen Unter der Grafik steht: Grafik: Katharina Debus, Stand Oktober 2025

Die Grafik ist weiterentwickelt aus den 4 Is von Diskriminierung von Eine Welt der Vielfalt e.V. Sie ist ebenfalls weiterentwickelt aus einer früheren Version, die Iven Saadi für einen gemeinsamen Vortrag grafisch umgesetzt hatte.

Zur weiteren Erläuterung:

Früher habe ich alle 5 Ebenen als Zahnräder abgebildet. Auch mit diesem Modell habe ich (anders als im oben verlinkten Text), wie auch jetzt im Modell mit 4 Zahnrädern, immer die drei strukturellen Elemente oben eng verbunden angeordnet und alles, was interpersonell oder individuell ist, weiter unten angelegt. Ich will damit verdeutlichen, dass die Problemursache nicht in individuell falschem Denken oder Handeln liegt, auch wenn wir dort für Veränderungen ebenso ansetzen müssen wie an strukturellen Veränderungen.

Mittlerweile finde ich die individuelle Ebene am besten als extra Scheibe in der Mitte symbolisiert, die mit den Zahnrädern interagiert, aber auf einer anderen Ebene gelagert ist. Individuelle Gefühle, Bilder, Einstellungen etc. alleine führen nicht direkt zu Diskriminierung. Das passiert erst in Interaktionen, Handeln in Institutionen etc. Aber Erfahrungen und Sozialisationen in einer diskriminierenden Gesellschaft wirken sich auf die individuelle Ebene aus, die dann wiederum verschiedene diskriminierende, nicht-diskriminierende, diskriminierungskritische, emanzipatorische, ignorante, träge, rechtfertigende, hilflose, eigensinnige, subversive, widerständige etc. Verhaltens- und Verarbeitungsweisen sowie Veränderungsansätze leichter oder schwieriger zugänglich machen. Daher bilde ich diese Ebene mittlerweile leicht differenziert von den Zahnrädern ab als Scheibe in der Mitte, die mit diesen interagiert.

Abgesehen davon hat das Modell mit vier Zahnrädern und einer Scheibe in der Mitte den Vorteil, dass es technisch orientierte Menschen nicht so herausfordert, weil 5 Zahnräder sich gegenseitig blockieren würden, vier aber nicht. Wobei ein Post auf Social Media zeigte, dass offenbar für manche dazu gesagt werden muss, dass die Scheibe in der Mitte kein Zahnrad ist.

In Vorträgen baue ich die Elemente nach und nach auf.

Zitiervorschlag: Debus, Katharina (2025): Ebenen von Diskriminierung. Zahnrad-Grafik. https://katharina-debus.de/material/grafiken#grafiken-zu-diskriminierung

Intention versus Effekt

Die folgenden Grafiken sind inhaltlich inspiriert und weiterentwickelt aus Impulsen, die ich von Annita Kalpaka zur Differenzierung zwischen Intention und Effekt mitgenommen habe.

In Vorträgen baue ich die Grafiken nach und nach auf.

Über der Grafik steht: Intention versus Effekt Darunter sind links Elemente in Gelb und rechts Elemente in Lila angeordnet. In der Mitte stehen sich links ein gelber und rechts ein lila Kasten gegenüber. Im gelben Kasten links steht: Intention / Absicht. Im lila Kasten rechts steht: Effekt / Auswirkung. Die beiden Kästen sind durch einen roten Pfeil verbunden, der in beide Richtungen weist. Um die Kästen sind jeweils gleichfarbige Ovale angeordnet, die mit Linien mit dem jeweiligen Kasten verbunden sind. Lila Ovale um den Kasten Effekt / Auswirkung: rechts oben: entscheidend für Diskriminierung rechts unten: Auswirkung: direkt Betroffene mittig unten: Auswirkung: Verhältnisse Gelbe Ovale um den Kasten Intention / Absicht: links oben: wichtig für Veränderungspotenziale links unten: ernst nehmen und Verantwortung für Effekte übernehmen Unter der Grafik steht: Grafik: Katharina Debus, Stand Oktober 2025
Diese Grafik baut auf der Grafik Intention versus Effekt 1 auf. Auch sie ist überschrieben mit Intention versus Effekt. Über den dort dargestellten Elementen liegen drei pinke Balken: oben: Vorschlag: Verlagerung der Fragestellung Mitte: persönliche Schuld: „Bin ich ein guter Mensch?“ Dieser Balken mit der persönlichen Schuld ist durchgestrichen. Verantwortungsübernahme: In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Wie wünschen wir uns „unsere“ Räume und Beziehungen? Was können wir dazu beitragen? Welche Verantwortung und Handlungsspielräume verbinden sich mit unserem professionellen Auftrag? Wie können wir mit Fehlern und Interessenkonflikten umgehen? Unter der Grafik steht: Grafik: Katharina Debus, Stand Oktober 2025

Zitiervorschlag: Debus, Katharina (2025): Intention versus Effekt. Grafiken. https://katharina-debus.de/material/grafiken#grafiken-zu-diskriminierung

Weitere Grafiken rund um die subjektive Funktionalität von Diskriminierung

finden sich im folgenden Text:

Debus, Katharina (2025):
Warum verhalten sich Menschen diskriminierend? Subjektive Funktionalität von Diskriminierung und Stärkung von Handlungsfähigkeit als Ansätze für Prävention und Intervention. Extended Version mit mehr Beispielen, Theorie, Grafiken und Hypothesen.
Berlin: Dissens – Institut für Bildung und Forschung. https://katharina-debus.de/material/texte/subjektive_funktionalitat